Mystery Teil 3: Vom Fragezeichen zum Smiley

Mystery Teil 3: Vom Fragezeichen zum Smiley

In diesem Teil unserer Serie über das Lösen von Mysteries schauen wir uns kryptische Rätsel genauer an, also die Verschlüsselung von Botschaften, Koordinaten und Hinweisen. Leider gibt es keinen Königsweg zur Lösung, deshalb hilft oft nur das Ausprobieren. Deshalb haben wir hier eine Menge Vorschläge zum Vorgehen und die dazu passenden Tools für dich.

Mystery lösen: Erste Schritte

Der erste Schritt beim Lösen eines Mysteries ist das Aufrufen des Listings, denn vermutlich findest du dort Botschaften zum Entschlüsseln. Vielleicht gibt dir bereits der Cache-Name einen Hinweis, um welche Art von Rätsel es sich handelt. Oder du findest im Text ein Wort, das eigentlich gar nicht zu dem Rest passt. Auch dann bist du vermutlich auf einen Hinweis gestoßen.

mystery lösen- listing lesen
Mystery lösen durch Listing lesen

Im einfachsten Fall finden wir im Listing merkwürdige Zeichen, die erkennbar für Buchstaben oder Zahlen stehen müssen. Nur wie kann man diese übersetzen? Leider gibt es dafür oft zahlreiche Ansätze und tausende von Möglichkeiten. Wer also in der Schule die Mayaschrift nicht durchgenommen hat oder wem Opa die Gaunerzinken nicht beigebracht hat, der/die muss zuerst einmal das entsprechende Alphabet bzw. die richtige Liste finden.

Am einfachsten ist es, wenn die verschlüsselten Zeichen sichtbar eine Koordinatenform haben – also in zwei Paare aufgeteilt sind. Eventuell befinden sich dort sogar noch ein N und ein E. Dann muss „nur“ die richtige Übersetzungsart gefunden werden. Hilfreich ist dabei, dass bei einer Aufteilung in 7 und 8 Zeichen die ersten Zahlen schon bekannt sind. Denn das Finale darf höchstens drei Kilometer vom Fragezeichen in der Geocaching Karte entfernt liegen.


Schon unsere neue Ausgabe gelesen?

  • Wir waren mit dem Drahesel in der Lübecker Bucht und mit Freunden in und um Kaiserlautern zum Geocachen.
  • Wie geht es weiter mit Adventure Lab? Wir haben nachgefragt.
  • Der legendäre Lost Place Cache “Die Anstalt” und seine aufregende Geschichte.
  • Der Weg zum Microcamper.
  • Geocaching Profile im Netz und vieles mehr.

Tipp: Der Grund für die Abstandsregelung bei Mysteries liegt bei der fehlerhaften Berechnung abgelegter TBs, wenn mehr als drei Kilometer dazwischen liegen. Denn die Routenberechnung erfolgt auf Basis der Header-Koordinaten, da diese die einzigen öffentlich bekannten Platzverweise eines Mystery sind. Damit entsprechen die ersten vier Zahlen jeweils den Finalkoordinaten, was bei der Entschlüsselung helfen kann.

Häufig verwendete Chiffren beim Mystery lösen:

In dieser Tabelle findest du die gängigsten Entschlüsselungscodes, die dir bei den meisten Mysteries eine Hilfe sein werden. Natürlich gibt es noch viele Weitere, jedoch stellt diese Liste besonders bei den ersten Mysteries eine gute Hilfestellung dar, die dir oft erste Lösungshinweise geben.

Es gibt nur zwei unterschiedliche Zeichen? Dann handelt es sich um einen Binärcode, den du googlen kannst.1000010 1100101
Du öffnest ein Rätsel und siehst jede Menge A´s und B´s in Fünferblöcken? Dann könnte es das Bacon-Chiffre sein, wobei die Betitelung der beiden Variablen unterschiedlich ausfallen kann.aaaab aabaa
Tauchen unterschiedliche Zahlen und Buchstaben in (überwiegend) gleichen, kurzen Blöcken auf, so handelt es sich um ein Zeichen- bzw. Zahlensystem. Ein- bis dreistellige Zahlen verweisen zum Beispiel gerne auf Hexadezimalsystem oder ASCII. Letzteres erkennt man leicht: N wie Nord wird zu 78, E wie Ost zu 69.ASCII: 78 99 111 111 114
Es gibt maximal sieben unterschiedliche Zahlen oder Zeichen, die in Blöcken angeordnet sind und keiner davon ist kürzer als zwei oder länger als sieben Zeichen? Dann ist das die Sieben-Segmentanzeige.ADEF CDEG CDEG
Findest du ausschließlich ganz besondere Sonderzeichen vor, handelt es sich ziemlich sicher um den Abbaddon-Code.¥µþµµµµµµµµþþþµµþµ
Siehst du Zahlen von eins bis 26? Dann geht es wohl um das Alphabet!3 23 1 1 22 17 5
Vierstellige Zahlen könnten RAL-Farben sein. Diese werden gerne in Kombination mit Widerstandswerten verwendet.7001
Im Listing steht eine lange Reihe aus den Buchstaben? Schau mal in Deine DNA.A, C, G, T
Siehst du vier Zahlenreihen, wobei die Letzte immer einstellig ist, geht es um eine ISBN-Nummer.3-593-33666-9
Buchstaben, wie X, I oder V stehen für römische Zahlen. I, V, X, L, C, D
Eine 10- oder 9-stellige Zahl stehen sehr wahrscheinlich für die Geocaching-ID, die du googeln kannst!903498503
Codes, wie in diesem Beispiel verweisen auf ein A-tomtom Code. Falls senkrechte Linien dabei sind und die Reihe sehr lang ist, kann aber auch ein bestimmter Zeilenumbruch zum Ziel führen. Kopiere die Zeichen in Word, verwandle sie in die Schriftart Courier um, sodass alle Zeichen die gleiche Breite haben und experimentiere abschließend mit der Zeilenlänge herum.\/ /\/ /\/ /\// //// \/\
Erkennst du Lottozahlen? Dann google doch mal nach dem Lottozahlenarchiv und schau nach dem Datum oder den Superzahlen.13,17,19,24,29,45 + 0
Zahlen bis “118” oder Buchstabenkürzel deuten auf ein Periodensystem hin!C, N, HE, AU
Wild gewürfelte Buchstaben und Zahlen sind ein Rot 47-Rätsel. Dabei werden die ASCII-Zeichen um 47 Stellen verschoben.6=K29= G@? z@?G6CE6
Komische Zeichen oder Emoticons könnten WebDings oder WingDings sein.char(68)char(97)char(171)
Ist von einem Buch die Rede in Kombination mit 3 Zahlen, stehen diese Hinweise für Seiten, Zeilen oder Worte. Dabei solltest du nicht vergessen die unterschiedlichen Ausgaben zu berücksichtigen.Buch X, Autor Y, 10 3 1 = Seite 10, Zeile 3, Wort 1
Ist irgendwo von einem Schlüssel die Rede? Dann versuche ein Decodier-Verfahren. (z.B. Vigenère)Cirpb KT-Einätkrvzr
Rechtschreibfehler sind sehr verdächtig, genau so wie geringfügige andere Zeichen. Kopiere auch hier wieder den Text in ein Worddokument, wobei du unbedingt die ursprüngliche Formatierung beibehalten musst und sieh dir dann die verwendeten Schriften und Formatierungen an.GeocaTCHING
Findest du eine Telefonnummer vor, ist es meist leicht: Ruf einfach mal an!0152/111333556
Einige der gängigsten Verschlüsselungscodes im Geocaching.

Der Tasten-Kasten zum Mystery lösen

Da Tastaturen ebenso gern zur Verschlüsselung verwendet werden, gehen wir in diesem Abschnitt näher darauf ein. Mit ein paar nützlichen Tipps sind auch diese oft leicht Rätsel machbar, selbst für Geocaching Anfänger/innen:

Am einfachsten ist zum Beispiel die Versetzung der Zeichen um eine Stelle nach links. Nrodüorö
Aber auch die Zuschaltung der Sonderzeichen ist spannend, in dem Shift und die jeweilige Zahl gleichzeitig gedrückt werden.&%:§)/(=&%
Auch die Sonderzeichen des Nummernblocks können als Dekodierung verwendet worden sein.☺☻♥♦♣♠•◘
Es gibt noch mehr Tastaturen als die vor Deinem Bildschirm. Zum Beispiel jene auf dem Handy bzw. auf dem alten Nokia von 1999.4362224464
Besteht der Code ausschließlich aus den ersten 10 Buchstaben in maximal 6 Zeichen langen Blöcken, kommt der Verdacht auf einen Handycode auf. dgjadgj
Das geht aber auch andersrum: Zahlen werden zu Buchstaben. Ein Kennzeichen dafür ist das Fehlen der Eins und der Null. 7 4 3 2 3 6
Fehlt nur die Null? Dann versuche mal Malen mit Zahlen! Dadurch ergibt sich eine Zahl durch die angedeuteten Striche auf der Tastatur, wobei die Null aber nie gebraucht wird.
Du denkst, alle Zahlen sind scheinbar da, aber sie ergeben einfach keinen Sinn? Dann musst du vielleicht nochmal einen Schritt zurück gehen – in die Vergangenheit. Denn früher fing die Telefontastatur oben links mit „1“ an.
Mit Tastaturen lassen sich vielseitige Verschlüsselungen erstellen.

Falls Du noch nicht weitergekommen bist, dann hilft es vielleicht unterschiedliche Abschnitte der Zeichenfolge in die Google-Suche einzugeben – je nach Vorgabe in die Text- oder Bildersuche.

Das heißt: Sind die Zeichen direkt im Listing, kannst Du sie kopieren, befinden sie sich in einer Abbildung, einfach mit dem “Snipping-Tool”, wie z.B. Greenshot, ausschneiden. So findet sich oftmals zumindest das jeweilige Zahlen-/ Buchstaben-System.

Mystery lösen: Von Analyse bis Übersetzung

Hinter vielen Mystery-Caches versteckt sich ein aufregender Fund.

Was tun mit der Erkenntnis über ein eventuell in Frage kommendes Codierungssystem? Mehr oder weniger musst du dafür gezielt die Dechiffrierung angehen. Konverter gibt es wie Sand am Meer, vier Quellen stellen wir dir hier etwas näher vor.

Leet Key für Firefox

Kurz angeschnitten, eignet sich für den Firefox-Browser „Leet Key “ sehr gut für eine schnelle Decodierung. Nach der Installation eines Add-Ons können beliebige Website-Zeichen markiert und durch einen Rechtsklick unterschiedliche Filter angewendet werden, was für folgende Codes gut funktioniert:

Morsezeichen.-. … . / -.-. —
L337(00rd1n4735
Rot 13pbbeqvangrf
Base 64Y29vcmRpbmF0ZX
Hex63 6f 6f 72 64 69 6e 61 7
Bin01100011 01101111
Reversesetanidrooc
Lee Font***********
Mit Leet Key klappt es, schnell zu dekodieren.

Der Multi-Encoder

Mit diesem kostenlosen Tool kommt man oftmals einen ersten Schritt voran bei Mysteries.

Sehr praktisch für den ersten Schuss ist der Multi-Encoder, der den eingegebenen Text automatisch durch eine Vielzahl von Konvertern schickt. Darunter fallen beispielsweise alle Rot-Varianten, Abbaddon, Polybius, Hex, diverse Zahlensysteme und viele mehr. ASCII nennt sich hier „Text to Dez“.

Mystery Master und Kryptografie.de

Sehr umfangreiche Portale mit noch viel mehr Konvertern stellen Mystery Master und Kryptografie.de dar. Prinzipiell besitzen diese beiden Portale die gleichen Funktionen, wobei der Mystery Master ein Arbeitstier ist – während Kryptografie.de auf Erklärungen setzt, aber auch genauso gut zum Umrechnen geeignet ist.

Online finden sich diverse Hilfen für das Lösen von Mystery-Caches. (Quelle: kryptografie.de)

Wer schon weiß, was er/sie will, verwendet besser den Mystery Master, wer sich vorher umschauen will, klickt auf das zweite Portal. Zum Angebot gehören Standards wie Farbkodierungen, aber auch ebenso praktische wie sonst kaum aufzutreibende Dekodierer. Beispiele sind Prüfziffern, Zahlwortsuche, Pharmakennziffern, Geodätische Berechnungen, Tools für Google Earth oder auch die automatische Ausgabe von Zahlwörtern aus über 80 Sprachen.

Websites, wie diese, führen lange Listen mit Dekodierungen auf. (Quelle: kryptografie.de)

Allgemein lässt sich noch sagen, dass man sich am besten nicht von der – sagen wir mal – zurückhaltenden Grafik abschrecken lässt, da die vielen Hilfsfunktionen das wieder mehr als wett machen. Ebenfalls empfehlenswert ist hier eine Liste mit 200 Schriften und Grafiken , anhand derer die gesuchte Art schnell entdeckt werden kann (siehe Bild).

Code-Knacker

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt die Seite Code-Knacker. Auf der Webseite gibt es keine Konverter, sondern ein umfangreiches Nachschlagewerk von den Alzheimer-Demenzgraden bis hin zu den zehn Geboten.

Von A bis Z: Hier findest du alle Codes zum Nachlesen!

Du bist dran: Monoalphabetisches Entschlüsseln

Noch nichts gefunden? Dann musst Du Dich wohl oder übel ans manuelle Codeknacken machen. Bei einfachen Buchstabenverschiebungen und Verschlüsselungen nach einer einzigen festen Regel kann Dir die Analyse der Buchstabenhäufigkeit helfen.

Häufigkeit der Buchstaben, die in deutscher Sprache genutzt werden. (Quelle: Wikipedia)

Der Grundgedanke ist einfach: Der Buchstabe „E“ kommt in deutschen Texten mit Abstand am häufigsten vor (17,4 %), gefolgt von „N“ (9,7 %) und „I“ (7,6 %), wie diese Grafik hier drunter bestätigt. Auch für Buchstaben am Wortanfang gibt es Auffälligkeiten.

Hier stehen am häufigsten D, S, E und I. Und den krönenden Abschluss machen zumeist N, E, R, T und S. Die häufigsten Wörter sind die, der, und, in, zu, den, das. Die kompletten Tabellen findest Du hier bei Wikipedia.

Die Häufigkeit von Buchstaben kann dir bei Rätseln weiterhelfen. (GC5PCJD)

Also gehst du zunächst so vor: Zuerst schauen, wie sich die Anzahl der Zeichen im Text verteilt und welche Kurzworte mehrmals vorkommen. Gibt es klare Ausreißer in der Häufigkeit, lohnt der nächste Schritt. Sind alle Zeichen ungefähr gleich verteilt, dann eher weniger.

Im ersten Fall tauschst du nun die Buchstaben mit dem häufigsten Auftreten gemäß der Wiki-Tabelle aus. Auch dafür gibt es selbstverständlich einige Tools. Als komfortables Tool dafür empfehlen wir die Seite Cryptool.

Hilfsmittel, wie das Tool “CrypTool” helfen dir beim Buchstabensalat.

Dort kannst du zuerst unter dem Reiter „Kryptoanalyse“ die Buchstabenverteilung zählen, dann unter „Chiffren“, Unterpunkt „Monoalphabetische Substitution“ ein beliebiges Ersatzalphabet definieren und ausprobieren. Das ist bei Cryptool ganz einfach und vor allem dank Java auch schnell.

Nach den Tests wird schon beim Austausch der Hälfte zumindest der Sinn des Textes erfassbar. Neben dem mehr oder weniger einfachen Buchstaben/Zahlen ersetzen, gibt es Verschlüsselungs-Methoden, bei denen sich die Regeln während des Vorgangs verändern.

Text eingeben und Lösung enthalten: So leicht geht das mit Online-Tools. (Quelle: cryptool.org)

Das einfachste Beispiel hierfür ist Folgendes: Der erste Buchstabe wird um eine Stelle versetzt, der Zweite um Zwei, der Dritte um Drei. Bei zehn oder 26 oder bei einem anderen Ereignis fängt das Spiel von vorne an. Das nennt sich dann polyalphabetische Verschlüsselung.

Die ist kryptologisch deshalb viel sicherer, weil solche Geheimcodes nicht über die Häufigkeitsverteilung von Zeichen und Worten geknackt werden können. Dann hilft nur die genaue Kenntnis des Kryptoverfahrens. Ein bei Cachern zuweilen eingesetztes Beispiel dafür ist die bereits oben erwähnte Vigenère-Verschlüsselung .

Diese arbeitet mit einem Schlüsselwort. Stell Dir eine 26 x 26 Matrix vor, jeweils bestückt mit allen Buchstaben. Jetzt wird der erste Klarbuchstabe gewählt und auf Höhe des ersten Schlüsselbuchstabens ergibt sich der erste Buchstabe der Verschlüsselung.

Auch Vigenère-Verschlüsselungen lassen sich Online lösen. (Quelle: gc.de/gc/vigenere/)

Der zweite Buchstabe wird mit dem zweiten Schlüsselbuchstaben chiffriert und so weiter. Je länger der Schlüssel, desto sicherer die Geheimbotschaft. Merke dir für den Anfang: Ohne Schlüssel geht gar nix! Alles andere wird für die ersten Mysteries zu tiefgreifend.

Geocaching Mystery lösen für Profis

Dann gibt’s da noch die legendäre Enigma. Mit der haben die Deutschen im ersten Weltkrieg ihre Geheimbotschaften verschlüsselt und mit der Touring-Bombe haben die Engländer unbemerkt das Ganze wieder lesbar gemacht. Es gibt unterschiedliche Varianten dieser Maschinen mit jeweils drei oder vier Walzen.

Die Rotor-Schlüsselmaschine wurde im ersten Weltkrieg erfunden – zur geheimen Kommunikation.

Neben einem entsprechenden Simulator brauchst du, zum Lösen deines Codes, einen Tagesschlüssel sowie die jeweilige Stellung der Walzen in der Ausgangsposition plus die Position der Stecker. Klingt kompliziert, doch wenn du erstmal vor so einer Aufgabe stehst, wird dir ein Licht aufgehen!

Denn das alles muss irgendwo im Listing stehen oder anderweitig herauszufinden sein. Eine Simulation findet sich mal wieder beim Mystery-Master. Der verschlüsselte Enigma-Text ist immer in Blocks mit jeweils fünf Buchstaben aufgeteilt.

Der wichtigste Tipp für Mysteries: Bloß nicht verzweifeln und weitermachen! (Quelle: canva.com)

Die Parameter müssen durch Kommata getrennt eingegeben werden. Das sieht dann wie folgt aus: Die verwendeten Walzen (Umkehrwalze, weitere Walzen), die Ringstellung als Buchstaben oder 2-stellige Zahlen (ggf. mit führenden Nullen), die Grundstellung als Buchstaben, die Steckung als Buchstabenpaare werden alle durch Leerzeichen getrennt.

Beispiel:
Für eine M3-Enigma mit 3 Walzen ergibt sich damit “B143,PZH,RTZ,AD CN ET FL GI JV KZ PU QY WX“,
was wiederum bedeutet:

Umkehrwalze = B; weitere Walzen (von links nach rechts) = I, IV, III; Ringstellung = PZH (Einstellungen an den Ringen an geöffneter Enigma 16, 26, 8); Grundstellung = RTZ (von außen sichtbare Stellung der Walzen); Steckung = A verbunden mit D, C mit N, E mit T usw.

Solche Arten von Rätseln sind aber weniger etwas für Anfänger/innen. Solltest du dich trotzdem an eins wagen, so helfen dir unsere Tipps sicher weiter, um nicht völlig ratlos vor dem Listing zu sitzen. Sehr hilfreich für solche Fälle sind übrigens auch Geocaching Stammtische, Events oder eins der im folgenden Abschnitt behandelten Hilfsmittel.

Kostenlose Online-Tools zum Mystery Lösen

Für viele hilfreiche Tools muss nicht einmal bezahlt werden. Sie sind kostenlos im Netz. (Quelle: gpskoordinaten.de)

Es gibt viele Webseiten, Portale, Apps und sogar Bücher, die sich mit dem Thema Mystery Lösen auseinandersetzen. Zu viele, um sie hier alle vorzustellen. Dennoch lohnt es sich bereits vor Angriff eines Mysteries nach Online-Hilfsmitteln zu suchen.

Da jede/r Cacher/in so seine/ihre eigenen Vorlieben hat und es zahlreiche Rätselvarianten gibt, empfehlen wir einfach mal zu googlen und die vielsagendsten Tools zum Beispiel in Form einer Lesezeichenliste zu sichern. So hast du immer dann Zugriff darauf, wenn du es gerade brauchst.

Hier ist ein Beispiel für eine hilfreiche Lesezeichenliste:

Unterwegs Rätseln: Mobil Mystery Lösen

Was ist Geocaching: Karten lesen
Geocaching klappt super mit dem Handy – auch bei Mysteries.

Wer mit dem Handy auf Mystery-Jagd hat auch einige Möglichkeiten unterwegs Rätsel zu lösen. Da noch immer alle Mysteries unterschiedlich aufgebaut sind und es zahlreiche Verschlüsselungs- und Rätselmethoden gibt, haben wir eine kleine Übersicht interessanter Apps zusammengestellt, mit jenen, die uns am meisten zugesagt und geholfen haben.


Verrate uns deine liebsten Apps gerne am Ende des Beitrags unten in den Kommentaren!


Unser erster Tipp ist eine Wortwert-App. Für Android gibt es zum Beispiel „BWW-Wolf“, für Apple die „GC Tools“. Beide sind Tools mit bescheidenem Funktionsumfang. Letzteres weist weit mehr Funktionen auf, hat nach eigener Erfahrungen aber hin und wieder einige Macken, wenn es um Funktionen wie Peilungen o.Ä. geht.

Die Wortwert-Funktion ist aber auch in umfangreicheren Sammlungen enthalten. Zum Beispiel im „Geocaching-Buddy“, der für Multis gedacht ist und die einzelnen Stages gleich berechnet. Den gibt es für Apple und Android.

Diese umfangreiche Code-Liste ist Teil der GCC-App und somit immer mit dabei!

Die ganz große Listensammlung bietet „GCC “, der Geocaching Calculator. Er bietet mehr als 250 Funktionen, Tabellen und Berechnungs-Tools. Auch komplexere Dinge, wie Schattenrechner, Eulersche Zahlen, Geschossballistik, Projektionen oder Hitzeindexe sind inbegriffen. Darüber hinaus verbirgt sich hinter dem Ordner „myGeoTools“ eine großartige Sammlung von Code-Tabellen.

Das einzige Manko: Der User wird mit dieser App anhand der schieren Menge an Funktionen und Infos erschlagen. Die wortwörtlich riesige Vorteile: Man hat hier alles auf einmal und GCC ist mobil auch offline voll funktionsfähig!

Es gibt einige Apps, die dir beim Lösen von Mysteries helfen. (Quelle: appfurpc.com.de)

Übersichten der “myGeoTools” schwirren im Netz herum und helfen dabei eine erste Übersicht zu schaffen. Vielleicht erkennst du die Symbole aus dem Listing ja bereits hier wieder! Die (bescheideneren) Pendants für IOS nennen sich Toolkit iGCT oder eben besagte GC Tools.

In einem anderen Beitrag haben wir etwas ausführlicher über einzelne Apps gesprochen. Schau doch gerne einmal hier vorbei, um herauszufinden, welche App die Beste für dich ist! Außerdem findest du hier eine Übersicht der besten iOS und Android-Apps.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Rätseln und nun auch drinnen und draußen Jagen.

Happy hunting!


Geocaching Magazin 04/2017

Stückpreis: 3,00 EUR
(inkl. 7,00% MwSt. und zzgl. Versandkosten)
Themen u. a.: Friedrichshafen und der Bodensee *** Madeira – Fels im Atlantik *** Bin mal kurz in Dublin *** Dosensuche auf, im und unter Wasser *** Mysterium Mystery Teil 3 *** Lost Place: Mäusejagd Ausgabe Juli/August 2017, Erscheinungstermin 27. Juni 2017 inkl. kostenlosem Versand innerhalb Deutschlands

Schreibe einen Kommentar