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20.1.2013 Hafen von Punta Arenas, Chile, nachmittags [-53.17667, -70.89631]

Wir sind eingezogen. Einzelunterbringung gibt es auf dem Schiff nicht. Der wissenschaftliche Fahrtleiter Prof. Julian Gutt hat uns alle in Zweierkammern eingeteilt. Mein Zimmergenosse für die nächsten zwei Monate kommt aus Belgien, heißt Phillipe und ist Biologe. Ich habe das obere Bett bekommen und bemerke gleich eine breite Holzplatte, die unter der Matratze liegt. „Die kannst du bei starkem Seegang seitlich ans Bett stecken, damit du nicht rausfällst.“ erklärt Phillipe. Er ist in Sachen Reisen auf Forschungsschiffen ein alter Hase.

Vor der Abfahrt ist gerade noch Zeit für eine ausführliche Sicherheitseinweisung. Dann beginnen die Forscher, ihre Labore einrichten. Alles wird ordentlich befestigt und mit Spanngurten verzurrt. Auch unser Schnittplatz, an dem wir schon während der Reise kürzere Beiträge produzieren werden, wird seefest gemacht. Denn sobald es losgeht und wir die Magellanstraße verlassen haben, kann es holprig werden: für die nächsten Tage werden Wellenhöhen von 5 Metern vorhergesagt.

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