Geocaching USA Nordwestküste

Geocaching USA Nordwestküste

  • Post category:Cache-Touren
  • Beitrag zuletzt geändert am:2. März 2021

Geocaching USA Nordwestküste – Geocaching-Tour von Portland über Seattle nach Denver.

Nachdem feststand, dass wir zur letzten Block Party reisen und in der ersten Urlaubswoche einige der Cache-Highlights in und um Portland und Seattle einsammeln würden (siehe Heft 6/2015), stellte sich die Frage: „Wo soll die Reise im Land der unbegrenzten Möglichkeiten noch hingehen?“ Schnell war klar: Wenn man schon an der Nordwestküste der USA ist, kann man auch gleich noch einen „kleinen“ Abstecher nach Idaho und British Columbia machen, um Freunde zu besuchen. Und bereits „on the road“ spricht dann auch nichts gegen einen Ausflug in den Yellowstone Park, in die Badlands und zum Mount Rushmore.

Landkarte mit Geocaching Route
Die komplette Route von Bettina und Thomas – von Portland über Seattle
und weiter nach Denver.

Am Tag nach dem Going Ape 2015 Event ließen wir, nach einem Besuch bei Boeing, Seattle hinter uns und machten uns auf den Weg nach Idaho. Wir wussten, die Strecke von Seattle, „The Center of the Universe“, nach Idaho in „The Middle of nowhere“ würde lang werden. An einem Tag ließ sich das nicht meistern. So schauten wir nach einem adäquaten Zwischenstopp und die Wahl fiel auf Ellensburg – einfach nur, weil es in etwa auf halber Strecke lag.

Anfangs durchquerten wir auf der Fahrt von Seattle die Cascade Range, die parallel zur Westküste verlaufende 1.130 Kilometer lange Gebirgskette, die uns dann zumindest im Panorama noch fast bis nach Ellensburg begleitete.

Bild von Palouse Falls
Die Palouse Falls bei N46° 39.802‘ W118° 13.425‘ sind ein grandioses Naturspektakel. Wegen des fehlenden Regens führte der Wasserfall allerdings wenig Wasser.

Auf dem zweiten Streckenabschnitt machten wir einen Abstecher zu den Palouse Falls, welche allemal eine Reise wert sind. Leider führte der Wasserfall zum Zeitpunkt unseres Besuchs aufgrund der heißen Sommermonate nur wenig Wasser.

Trotzdem sind der Wasserfall und die Schlucht, durch die das Wasser abfließt, ein tolles Naturschauspiel und eine willkommene Abwechslung zu der sonst doch recht kargen Landschaft, die man in der Gegend durchreist. Zwei Caches (GC12JBK, GC4B9MR) führen ein kleines Stück entfernt vom Parkplatz und weg von den übrigen Touristen, zu einem optimalen Aussichtspunkt auf die Schlucht sowie auf vorbeifahrende Züge.

Auf der weiteren eher unspektakulären Fahrtstrecke durch den Südosten Washingtons passierten wir an einer Kreuzung verschiedene metallene Gestalten. „War da nicht ein Cache?“ Der Blick aufs GPS verriet, dass wir gerade an einem Virtual (GCGQDD) vorbeigefahren waren.

Also schnell auf die Bremse und wenden. Die Logbedingung war schnell erfüllt: Ein Foto mit zumindest einem der „Zootiere“. Bei unseren Bekannten in Idaho angekommen, hatten wir für den Folgetag eigentlich geplant, einen bereits seit knapp drei Jahren liegenden Cache anzugehen, bei dem bis heute der FTF noch offen ist (GC40WP1).

Mann streckt Arm in das Mail eines Plastik-Krokodiles
Der Fotolog beim „Combine Art“ (GCGQDD).

Leider machten uns die Waldbrände, die in der Region grassierten, einen Strich durch Rechnung, da die Gegend um den Cache weiträumig abgesperrt war, um die Löscharbeiten nicht zu behindern und nicht unnötig Leute in Gefahr zu bringen.

Also war eine spontane Planänderung angesagt. Anlaufstelle Nummer eins wurde dann ein erst fünf Tage alter und direkt anfahrbarer Cache (GC60GMN) bei einem ehemaligen Schulhaus, der zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch keinen FTF hatte.

Danach ging es weiter zu zwei sehr emotionalen Virtuals, die bereits durch ihre Namen unser Interesse weckten: „The Whispering Lady“ (GCGV86) und „Gone in the ‚wink‘ of an eye.“ (GCGV87). Definitiv zwei Orte, die man ohne die Caches niemals besuchen würde. Danach ging es los zu einem abendlichen Besuch in McCall, einem idyllischen Erholungsdörfchen am Südufer des Payette Lake, dessen Einwohnerzahl an Wochenenden zeitweise bis auf das Zehnfache ansteigt.

Sonnenuntergang Payette Lake
Der Payette Lake in McCall bei Sonnenuntergang. In den Sommermonaten ist der See bei vielen Wassersportlern ein beliebtes Ausflugsziel.

Auf dem Weg warteten einige Traditionals darauf, eingesammelt zu werden. In McCall selbst lockte zum einen natürlich der herrliche Anblick des Sonnenuntergangs am Ufer des Sees und zum anderen die Payette Lake Webcam (GCPZV9), die eine kleine sportliche Einlage zur Belustigung der Passanten versprach. In McCall empfiehlt sich auf jeden Fall auch der Besuch bei „Ice Cream Alley“, einer Eisdiele, bei der man sowohl klassische als auch ungewöhnliche Eissorten als riesige Kugeln (Mountain Size Scoops) bekommt.

Der Folgetag sollte ganz im Zeichen des Lost Valley Reservoirs stehen, das von einem guten Dutzend Caches umgeben ist. Ausreichend Zeit sollte man dazu allerdings einplanen, da die Caches nicht alle an der gleichen Wegstrecke liegen. Idyllisch ist es dort allemal, ein idealer Anlaufpunkt für Camper – wilde Tiere bekommt man mit etwas Glück auch zu Gesicht.

Erneut hatten wir einen potenziellen FTF auf dem Plan, der bereits knapp sechs Jahre auf seinen Erstfinder wartete und bei dem es in diesem Zeitraum lediglich zwei dokumentierte DNFs gegeben hatte. Vor Ort ein Griff hinter den Zweig und siehe da: Der Cache war gefunden 🙂 Das Filmdöschen sah zwar etwas mitgenommen aus, aber nach kurzer Rücksprache mit den Ownern war klar: Ein zweiter FTF innerhalb von zwei Tagen auf der andere Seite des großen Teichs und das auch noch nach einer so langen Zeit seit dem Publish!

Alte Raumkapsel
Passende Location zum Cache-Titel „Aliens among us“ (GC1N0B9).

Am darauffolgenden Tag war dann schon die Abreise angesagt und es ging wieder Richtung Norden – nach Kanada. Um uns einen kompletten Tag im Auto zu ersparen, war eine Übernachtung in Spokane vorgesehen. Auf der Anfahrt ließen wir uns die Chance nicht nehmen, einen der ältesten noch liegenden Caches (GC26) sowie einen weiteren sehr interessant klingenden Cache zu besuchen: „Aliens among us“ (GC1N0B9). Die Location ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Hat man die Möglichkeit, ein größeres Dekostück mit nach Hause zu nehmen, könnte man hier durchaus fündig werden. Ein kleines Schwätzchen mit dem Owner, dessen Sohn ein Jahr in Bremen verbracht hatte, war auch noch mit dabei. Wenn man schon in Spokane ist, sollte man sich einen Besuch im Riverfront Park nicht entgehen lassen. In diesem eigens für die Expo ‘74 angelegten Park warten neben den zahlreichen Caches auch einige Attraktionen auf Besucher – zu-

Bach in Idahos
Idylle pur: Die traumhafte Landschaft Idahos verzaubert den Besucher immer wieder. Nur das sanft plätschernde Wasser des Baches ummalt akustisch dieses Naturszenario.

mindest bei normaler Witterung. Am Tag unserer Ankunft war die Luft leider durch die mehr als 200 Kilometer entfernten Waldbrände so stark belastet, dass Fahrgeschäfte und die Gondel über den Wasserfällen geschlossen blieben.

Außer den Menschen, die vermutlich keine andere Wahl hatten, und ein paar wenigen Irren wie uns war tatsächlich niemand auf den Straßen der Großstadt unterwegs. Verwunderlich ist das nicht: Die Sichtweite betrug selbst zwischen den Hochhäusern vielleicht gerade einmal 150 Meter und am Abend rochen wir, als ob wir einen ganzen Abend direkt an einem Lagerfeuer verbracht hätten.

Rauchwolke in Spokane durch Waldbrände
Dicke Luft: Die schlechte Luftqualität in Spokane wurde während unserer Reise in diesem Sommer duch Waldbrände verursacht. Wer hier den ganzen Tag draußen unterwegs war, roch abends entsprechend „verkohlt“.

Es blieb uns also nur übrig, einige der Traditional, Earth und Virtual Caches, die sich in und um den Park befinden, einzusammeln und auf eine Besserung der Luftqualität am nächsten Morgen zu hoffen. Und tatsächlich strahlte die Sonne, als wäre nichts gewesen. Dies veranlasste uns dazu, erst einmal etwas außerhalb der Innenstadt zu fahren, um den Cache „In Memory of George ‚Geo‘ Cache“ (GC36HG8) anzugehen, der mit seinen 76 Prozent Favoritenpunkten versprach, etwas Besonderes zu sein.

So etwas hatten wir davor trotz unseren knapp 5.000 Funden tatsächlich noch nie gesehen – einfach klasse. Danach ging es zurück in die Innenstadt in den Riverfront Park, denn am Vortag war uns aufgrund der angesprochenen Luftverhältnisse der Fund eines etwas spezielleren Virtual Caches leider verwehrt geblieben: „Reach for the Brass Ring!“ (GC8E6B). Die Logbedingung ist ganz einfach: Für 2 Dollar pro Person darf man auf einem 1909 in Waldkirch im Schwarzwald gebauten Karussell fahren und muss dann nur noch ein Foto machen. Danach hieß es wieder „Let’s hit the road.“

Frau sitzt auf einer Giraffe auf dem Karussel
Das Karusell kommt aus Waldkirch im Schwarzwald und ist über 100 Jahre alt

Das nächste Zwischenziel unserer Reise war Nelson in British Columbia, Kanada. Das Cachen sollte dort eher Nebensache sein, da wir Bekannte besuchten, die wir schon seit Jahren nicht gesehen hatten. Allerdings konnten wir natürlich nicht ganz ohne und fanden unseren ersten kanadischen Cache (GC1WKF8) im Rahmen einer Wanderung auf den Pulpit Rock, von wo aus man einen tollen Ausblick auf den Kootenay Lake und das kleine Städtchen Nelson, das direkt am Ufer des Sees liegt, hat. Eine kurze Autofahrt und Fährüberquerung des Sees später fanden wir uns im idyllisch gelegenen Gästehaus unserer Bekannten wieder.

Glashüttchen am Ufer des Kootenay Lake
Tolle Unterkunft direkt am Ufer des Kootenay Lake.

Das war der ideale Ausgangspunkt für einen Sonntagsspaziergang, auf dem sogar eine kleine Cacherunde („Kootenay Lakeview“, GC49WM7) liegt. Früher hatte man dem Namen nach von den Caches aus wohl einen tollen Ausblick auf den See, inzwischen allerdings hat die Natur ihr Übriges getan und man sieht eigentlich nur noch grün.

Blick vom Pulpit Rock auf das kanadische Städtchen Nelson am Kootenay Lak
Blick vom Pulpit Rock auf das kanadische Städtchen Nelson am Kootenay Lake.

Es war trotzdem eine schöne Runde, vor allem, weil unsere Bekannten so begeistert waren, dass sie direkt am nächsten Tag auf eigene Faust einen Cache gesucht und gefunden haben. Auf der Fahrt zum nächsten Touristenziel „Glacier National Park“ machten wir kurz halt bei „Ulmer‘s Big Can of Beans“ (GC2TMQB), einer riesigen Dose in einem kleinen Wäldchen, nur wenige Kilometer entfernt vom Highway.

Verpflegung zwischen Seattle und Denver
Die Restaurants/Cafés, die wir im Rahmen unseres Reise besuchten, würden wir wie folgt bewerten:
Ice Cream Alley (N 44.9107° W 116.0985°) Eistheke mit Sitzmög lichkeiten im Freien, klassische und außergewöhnliche Eissorten als „Mountain Size Scoops“. Bewertung: 5 von 5 Sternen.
Lardo Grill and Saloon (N 44.9125° W 116.1225°) Typisch amerikanisches Restaurant mit einer großen Auswahl an Burgern, Salaten, Fleischgerichten und Biersorten (www.lardogrillandsaloon.com). Bewertung: 5 von 5 Sternen
Glacier Grill & Pizza (N 48.4188° W 114.0462°) Burger, Steaks und Pizza direkt am Highway. Bewertung: 3 von 5 Sternen.
Pete’s Rocky Mountain Pizza (N 44.6610° W 111.0999°) Italienisches Restaurant, dessen Gerichte leider nicht mal annähernd an den Originalgeschmack rankommen (petespizzapasta.com). Bewertung: 2 von 5 Sternen.
Slippery Otter Pub (N 44.6620° W 111.0995°) Burger und SnackGerichte im Stil einer Sportsbar. Bewertung: 2 von 5 Sternen.
Olive Garden (N 44.1052° W 103.2152°) Einer Kette zugehöriges gemütliches Restaurant, das mediterrane Speisen anbietet. Bewertung: 4 von 5 Sternen

Wer ausreichend Zeit mitbringt und Lust auf einen Power Trail hat, dem sei der Glacier Power Trail (GC4GCFR) empfohlen, der ganze 100 Caches beinhaltet. Bis auf die wenigen Caches, die sich zufällig dort befanden, wo wir uns ohnehin aufhielten, haben wir ihn allerdings links liegen lassen, da wir es eher auf Sightseeing (GC9877, GC9871, GC5A0A3) abgesehen hatten. Den Bundesstaat Montana hatten wir somit auch sicher in unserem Statistikgepäck. Der nächste Stopp war dann bereits der Yellowstone Park. Da sieht man mal wieder, wie gut lange Strecken mit Caches überbrückbar sind, so dass sie einem nicht so lange erscheinen.

Lower Falls im Yellowstone Park
Die Lower Falls sind einer der drei großen Wasserfälle im Yellowstone Park. Mit einer Fallhöhe von 94 Metern sind sie die höchsten Fälle des Parkes und knapp doppelt so hoch wie die Niagarafälle.

In West Yellowstone angekommen, dem Ausgangspunkt für unseren Besuch des Parks, war Füße vertreten und Abendessen angesagt. Auf dem Weg besuchten wir zwei Caches, die für Beifang eigentlich recht nett waren: ein Büchereicache (GC31JN6) sowie ein Earthcache, der über die Folgen eines Erdbebens vor gut sechzig Jahren in der Gegend informiert (GC1E2ZT). Da in Nationalparks das Verstecken von physischen Dosen nicht gestattet ist, gibt es im Yellowstone Park nur Earth und Virtual Caches, davon allerdings recht viele.

Es bietet sich an, die Anfragen für die Logfreigaben an die Owner noch zeitnah vor Ort zu versenden, denn sonst bedarf es eines recht großen Zeitund Verwaltungsaufwands, dieses zu Hause nachzuholen (wir sprechen hier aus eigener Erfahrung). Die Highlights unter den Caches im Yellowstone Park sind unserer Meinung nach: Old Photo #1 (GCGBXE) und Yellowstone‘s Solitary Geyser (GC2F44C): Diese beiden Caches führen zu einem Geysir, bei dem man erfährt, welche Auswirkungen die Nutzung der heißen Quellen durch den Menschen hatten bzw. haben können.

Old Photo #2 (GCGBXG): Man muss zwar ein Stück durch Bärengebiet laufen, aber wenn man es schon zu Old Photo #1 geschafft hat, dann sollte man den restlichen Aufstieg nicht verpassen. Beim Cache angekommen, hat man eine gute Sicht auf den Old Faithful, einen der bekanntesten Geysire der Welt, der durch seine hohe Fontäne, die in relativ regelmäßigen Abständen zu sehen ist, hervorsticht.

Anblick eines in Freiheit lebenden Büffels
Imposant und gewaltig ist der Anblick eines in Freiheit lebenden Büffels.

Rainbow’s End: Grand Prismatic Spring (GC1JY47): Ein farbenfrohes, faszinierendes Naturspektakel. Spectacular Yellowstone Falls (GCGBGM): Der Name ist Programm. The Lake that Drains to 2 Oceans (GC14YV1) und Oceans bound (GCH5EM): Diese zwei Caches führen zur nordamerikanischen Wasserscheide, von der die Gewässer entweder in den atlantischen oder pazifischen Ozean abfließen.

Der Yellowstone National Park und seine Geysire, heißen Quellen, wilden Tiere etc. sind sehr einzigartig und faszinierend. Jedoch brodelt (heiße Quellen), sprüht (Geysire) und stinkt (Schwefel) es fast überall im Park. Nach zwei Tagen war es dann aber auch genug und wir waren froh, wieder etwas anderes zu sehen und nicht nur Virtuals und Earthcaches loggen zu können. Deshalb machten wir uns auf zum Devils Tower National Monument, das sich wie der Yellowstone Park im Bundesstaat Wyoming befindet.

 Gräsern und Moose im Yellowstone Park
Eine einzigartige Flora aus Gräsern und Moosen finden Besucher des Yellowstone Park an unzählig vielen Stellen.

Der Devils Tower, eine Art Turm magmatischen Ursprungs, ist wegen seiner auffallenden Form Gegenstand der indianischen Mythologie und zieht jährlich tausende von Touristen an (GCZD8H, GC22DD). Auch Kletterer kommen hier voll auf ihre Kosten, denn nach Registrierung ist dies hier ausdrücklich erlaubt. In nächster Nähe lohnt sich der Besuch von „Prairie Dog City“, einer großen Wiese, auf der sich Dutzende Präriehunde tummeln.

Devils Tower ion Crook County
Der Devils Tower hat einen Durchmesser von 150 Metern und erhebt sich etwa 265 Meter über sein unmittelbares Umland. Er steht im Crook County im Nordosten des US-Bundesstaates Wyoming.

Die nächste Station unserer Reise war der Badlands National Park in South Dakota. Die Gesteinsformationen sind beeindruckend und auch die sich dort befindlichen Earthcaches sind tatsächlich lehrreich. Der Cache „Dillon Pass Erosion“ (GC1FKPJ) führt anhand eines Benchmarks vor Augen, wie stark die Erdoberfläche durch Umwelteinflüsse abgetragen wird. Der „Badlands Fossil Walk Earthcache“ (GC24HJR) bringt dem geneigten Cacher die Kreaturen näher, die vor vielen Jahren in der Gegend gelebt haben und teilweise ausgestorben oder deren Nachfahren heute noch zu finden sind.

Badlands-Nationalpark
Der Badlands-Nationalpark besteht aus einer Verwitterungslandschaft, die für Landwirtschaft denkbar ungeeignet schien, daher der Name Badlands – schlechtes Land.

„Buffalo Pie – Badlands National Park“ (GC10RRP) zu guter Letzt führt an einen Aussichtspunkt, mit Rundumblick auf die Badlands. Der Virtual Cache „Minuteman Missile“ (GCG3YM) versüßt die Fahrtstrecke vom Badlands National Park nach Rapid City. Man wird hierbei zu dem letzten noch existierenden Startsilo einer (Nuklear-)Rakete dieser Art aus dem kalten Krieg, der Kontrollbasis sowie einem Museum, das der Luft- und Raumfahrt gewidmet ist, geführt. Es bietet sich an, den Cache zwischen 9 und 16 Uhr anzugehen, da man dann (teilweise nur auf Voranmeldung) die Möglichkeit hat, die Orte näher zu besichtigen.

 Letztes existierenden Startsilo für interkontinentale Nuklearraketen
Der Virtual „Minuteman Missile“ (GCG3YM) führt einen zum letzten existierenden Startsilo für interkontinentale Nuklearraketen.

Wir standen leider nur vor verschlossenen Toren, was zwar das Beantworten der ersten beiden Fragen nicht verhinderte, aber uns leider die Sicht auf das dritte Objekt versperrte, so dass wir am nächsten Morgen zurückkehrten, um auch die letzte Frage zu beantworten und somit die Logbedingung zu erfüllen.

Da wir die Nacht in Rapid City verbrachten, ließen wir uns natürlich den Besuch bei einem Stück Berliner Mauer, dem hier der Virtual Cache „The Wall“ (GC824E) gewidmet ist, nicht entgehen. Nach einem kurzen Besuch bei Mount Rushmore (GC33JW4) sollte uns der letzte Streckenabschnitt nur noch nach Denver in Colorado führen, von wo wir leider wieder die Heimreise antreten mussten.

Portraitköpfe der US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodor Roosevelt und Abraham Lincoln  in den Granitfels des Mount Ruchmore
Die Portraitköpfe der US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodor Roosevelt und Abraham Lincoln wurden von 1927 bis 1941 in den Granitfels des Mount Ruchmore gesprengt, gehauen und gemeiselt. Sie sind 18 Meter hoch und stehen in den Black Hills im Bundesstaat South Dakota.

Auf der Fahrt, die nicht gerade viel Abwechslung und Caches entlang der Route bot, kam uns die Idee, aufgrund der Nähe zu Nebraska noch einen weiteren Statistik- bzw. Staatenpunkt einzuheimsen, so dass wir einen kleinen Umweg von etwa 70 Kilometern in Kauf nahmen, um einen sonst nicht erwähnenswerten Traditional Cache (GC1RGKM) einzusammeln.

Der letzte Cache unserer Reise war schließlich der „Denver International Airport Earthcache“ (GC57BR8), der die Wartezeit bis zum Abflug verkürzte. Obwohl diese Reise sehr stark von Natur, Sightseeing und dem Besuch von Freunden geprägt war, wurde dennoch nebenbei die Statistik ganz gut aufgefrischt: 4.159 Meilen (knapp 6.700  Kilometer) in knapp drei Wochen, wovon fünf Tage das Auto nicht bewegt wurde, Headquarters und Block Party, sowie der Besuch der Gedenktafel des ersten Caches.

Weitere Highlights unserer Reise waren der älteste noch aktive Cache und der einzige noch aktive Cache mit dreistelligem GC-Code, acht US-amerikanische Bundesstaaten und eine kanadische Provinz sowie zwei FTFs. Aber nicht nur Statistk-Freaks kommen hier auf ihre Kosten:

Insgesamt war die gesamte Reise ein einzigartiges Erlebnis, das wir jedem empfehlen können, der die Größe der Vereinigten Staaten selbst erleben und verstehen will. Sicherlich stehen andere Bundesstaaten wie Florida oder Kalifornien bei USA-Besuchern höher im Kurs, aber die von uns bereiste Gegend bietet mit all seinen Naturspektakeln und Sehenswürdigkeiten eine Vielfalt an Eindrücken. Nachmachen? Unbedingt!

Geocaching Magazin 01/2016

Stückpreis: 2,50 EUR
(inkl. 7,00% MwSt. und zzgl. Versandkosten)
Themen u. a.: USA – cachen zwischen Seattle und Denver *** Auf Dosensuche am Chiemsee *** Wer ist Walther? *** Alles über Kletter-Seile *** GSAK Teil 3 *** Lost Place: Der Manager *** Geocachen in Rheinhessen Ausgabe Januar/Februar 2016, Erscheinungstermin 22. Dezember 2015 inkl. kostenlosem Versand innerhalb Deutschlands