Geocachen am Chiemsee – Dosenfaszination am Bayerischen Meer

Geocachen am Chiemsee – Dosenfaszination am Bayerischen Meer

Diese Geschichte dreht sich nur um Wasser. Und wenn es mal nicht um Wasser geht, dann liegt die Dose zumindest nur wenige hundert Meter vom Bayerischen Meer entfernt. Ein Meer in Bayern? Ja, ihr habt richtig gelesen. Im Süden Deutschlands, zwischen München und Salzburg, erstreckt sich die Region Chiemsee-Alpenland auf 1.500 Quadratkilometern und zählt zu Deutschlands beliebtesten Zielen für Aktivurlauber, Familien, Kulturliebhaber und natürlich Geocacher.

Der größte See der Region und gleichzeitig der drittgrößte Binnensee Deutschlands ist der Chiemsee mit einer Fläche von 82 Quadratkilometern, Inseln und zahlreichen tollen Bademöglichkeiten – und alles mit einem unglaublichen Alpenpanorama. Wir haben für Euch getestet, wie gut man hier das Erlebnis am Wasser mit der Dosensuche kombinieren kann.

Sonnenuntergang am Chiemsee
Wer die schönsten Sonnenuntergänge am Chiemsee erleben will, der sollte dies in Übersee tun. Das Panorama ist aber überall faszinierend.

Der Chiemgau hat all das, was Touristen sich weltweit als typisch bayerisch vorstellen. Urige Dörfer mit Zwiebelturmkirchen, Klöster, Wirtshäuser und Biergärten, idyllische Wiesen, Seen und das alles vor dem Panorama schneebedeckter Berge. Die ersten, die sich in die Region rund um den bayerischen Chiemsee verliebt haben, waren Nonnen und Mönche. Schon im siebten Jahrhundert lebten sie auf den Inseln hinter dicken Klostermauern – die Nonnen auf der Frauen-, die Mönche auf der Herreninsel.

Die Benediktinerinnen bewohnen das Kloster noch heute und ließen sich nie von dem schier endlosen Strom der Besucher der letzten Jahrhunderte abschrecken. Gut, dass der Chiemsee einer der saubersten Seen Deutschlands ist. In seinem kristallklaren Wasser verweilt man gerne auch länger. So ist er ein beliebtes Revier für Schwimmer, Segler, Surfer, Kajakfahrer und Paddler, wobei der neuste Trend das Stand Up Paddling ist.

Entlang seiner flachen Ufer tummeln sich an schönen Sommertagen tausende spielender Kinder und erholungssuchende Erwachsene – nicht nur Touristen, sondern auch die Einheimischen, die die Marke „Da Leben, wo andere Urlaub machen“ durchaus stilecht zelebrieren und die Seestrände mehr oder weniger als ihren Vorgarten ansehen.

Mensch schaut in ein Gewöble.

Abstecher: Geheimes Gewölbe (Lost Place)
Wer am Chiemsee und mobil ist, der sollte auf jeden Fall einen kleinen Abstecher weg vom Wasser machen, um den Tradi GC251K6 zu absolvieren. Platzangst sollte man keine haben, wenn man das Döschen bergen möchte. Spekulationen, um was es sich bei dem Gemäuer wirklich handelt, werden in den Logs gerne entgegen genommen.

Nur Elektroboote sind zur Fortbewegung erlaubt, um Mensch und Tier nicht unnötig zu stören. Ausnahmen gibt es für die Fischer und die Wasserwacht – und die großen Schiffe, die das Festland ganzjährig mit den beliebten Inseln verbinden. Der Chiemsee steht unter besonderem Schutz nicht nur der Behörden, sondern auch der Einheimischen selbst. Diesem ist es zu verdanken, dass weite Bereiche des Ufers auch heute noch frei zugänglich sind.

Nicht nur für die, die lauschige Buchten oder familienfreundliche Strandbäder suchen, sondern auch die Radfahrer, die den freien Blick auf See und Berge genießen können. Denn im Gegensatz zu anderen bayerischen Seen ist der Chiemsee von ausgedehnten Feuchtgebieten umgeben, die nicht überall eine Besiedlung zulassen. Deshalb kann man heute auf dem rund 60 Kilometer langen Rundweg um den See noch auf weiten Strecken durch die Natur radeln oder wandern.

Die Verlandung des Chiemsees

Gletscher spielen in der Geschichte des Chiemgaus eine wichtige Rolle: Der gewaltige Inngletscher schob sich während der letzten Eiszeit vor zirka einer Million Jahren zusammen mit seinem wesentlich kleineren Nachbarn, dem Chiemseegletscher, bis weit in das Alpenvorland. Sie formten die Erdoberfläche, schufen weite Becken.

Als sie schmolzen, hinterließen sie große Schuttablagerungen, die Moränenhügel, die vom Westen über das nördliche Seeufer und den Osten einen breiten Gürtel um den Chiemsee bilden. Und vor allem auch der Chiemsee selbst war ein Ergebnis der Eiszeit. Wer noch am Bayerischen Meer baden will, der hat allerdings nicht mehr allzu viel Zeit: In zirka 10.000 Jahren soll das Gewässer komplett verlandet sein. Ursprünglich war der See zehn Mal so groß wie heute.

Aber besonders durch den Zufluss der Tiroler Ache wird immer mehr Geröll und Schlamm im See abgelagert. Das Delta kann man sich beim Cache „Silberreiher“ (Tradi, GC1958G) genauer ansehen und mit etwas Glück sogar einen seltenen Seeadler entdecken. So haben sich im Laufe der Jahrtausende die kleineren Seeableger Simssee und Seeoner See im Norden und die Moorlandschaft im Süden gebildet.

Ausflugsboot auf dem Chiemsee.
Traditionsschifffahrt: Bereits seit 1845 fahren ab Prien die Schiffe der Chiemsee Schifffahrt.

Der Effekt ist übrigens auch heute noch schnell zu sehen: Das Mündungsdelta der Ache verlagert sich jährlich weiter in den See hinein. Zusätzlich wachsen die Uferpflanzen vermehrt in den See hinein, was seine Fläche ebenfalls deutlich schrumpfen lässt. Auch seine Tiefe hat sich von etwa 250 Metern auf lediglich 73 Meter südlich der Herreninsel reduziert. Viel mehr zu dem Thema findet ihr natürlich beim Earthcache „Verlandung des Chiemsees“ (Earth, GC2JNMT).

Nicht nur die Tiroler Ache trägt zum Schrumpfen der Gewässerfläche am Chiemsee bei. Auch die Prien, einer der längsten Wildbäche im Alpenraum, bringt einiges an Geröll und Schwebstoffen mit und lagert diese vor allem in der nordwestlich gelegenen Schafwaschener Bucht ab.

In wie vielen Jahren diese vom See abgeschnitten und verlandet sein wird, kann man im Rahmen des Earthcaches „Prienmündung in der Schafwaschener Bucht“ (Earth, GC258H8) in Erfahrung bringen. Da das Ufer von Rimsting besonders im Sommer bei Badegästen beliebt ist, ist es fast ein wenig erstaunlich, dass hier trotz der Muggeldichte noch einige weitere tolle Caches zu finden sind.

Prienavera mit Aussicht auf See.
Das Prienavera bietet eine wunderbare Aussicht auf den See. Natürlich gibt es am Chiemsee überall auch tolle Strände.

Auf dem Weg zur, bis 18 Uhr kostenpflichtigen, Parkgelegenheit kann man gleich noch den Earthcache „Steinlehrpfad Rimsting“ (Earth, GC258FT) und den dazu passenden Bonus (Mystery, GC258GF) mit erledigen, wobei es sich hier lediglich um Steine, die mit der Eiszeit ins Chiemgau gekommen sind, handelt. Spannender wird es dann bei „BRückenschmerzen“ (PM only, Tradi, GC3CX12), einem T5, der durchaus verschiedene Lösungsansätze bietet und bei dem man sich einiger Zuschauer nicht erwehren kann.

Also Dreistigkeit siegt und ran an die Dose. Hinterher kann man sich mit Sonnenbad, Biergartenbesuch, Badestopp oder der Letterbox „Lumbricus‘s Letterbox – Rimsting“ (PM only, Letterbox, GC53G45) belohnen – oder am besten alles nacheinander machen. Kniffeliger wird es auch beim Tradi „Schafwaschener Dampfersteg“ (PM only, Tradi, GC2DW0M), der mit über 80 Favoritenpunkten durchaus hält was er verspricht und einen schon eine Weile suchen lässt.

Bayrische Schmankerln zum Essen.
Bayerische Schmankerl gibt es überall in den idyllischen Biergärten rund um den See.

Über die geringe T1- Wertung darf man geflissentlich hinwegsehen. Einen weiteren Premiummembercache sollte man sich auf dem Rückweg nicht entgehen lassen. Bei „Tree Art – Prien“ (PM only, Tradi, GC367P0) sind die Koordinaten etwas schwammig, aber der Cache ist trotzdem schnell und einfach zu finden und zu bergen.

Die ausgestellten Werke sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Einen Überblick und zwei schnelle Dosen gibt es noch einmal bei „Blick auf die Schafwaschnerbucht und die Berge“ (Tradi, GC317NZ) und das „TB Hotel Toni“ (Tradi, GC54M2G), die beide an der Deutsche Ferienstraße Alpen-Ostsee liegen, die im Norden um den Chiemsee herum führt.

Prien – Ausgangspunkt zu den Chiemsee-Inseln

Der Priener Hafen Stock ist Sitz der Chiemsee-Schifffahrt, die als einziges Familienunternehmen auf den bayerischen Seen noch die gesamte Schiffsflotte auf dem Bayerischen Meer betreibt. Als ganzjährige Anlegestelle für die Schiffstour auf die Inseln Herren- und Frauenchiemsee ist Prien der wichtigste Ausgangspunkt für Ausflüge auf den See.

Brunnen im Ortskern von Prien.
Der Ortskern von Prien ist beschaulich, auch wenn jedes Jahr hunderttausende Besucher in den Ort einfallen.

An den heutigen Anlegestellen ließ Josef Feßler 1845 das erste Dampfschiff vom Stapel. Mit „Chiemgau Ahoi!“ (Tradi, GC3T05A) gibt es natürlich auch ein Döschen zu finden, das tagsüber vor allem wegen der zahlreichen Touristen nur schwer zu bergen ist. Nachts ist der Cache alarmgesichert und sollte deshalb nicht angegangen werden. Vom Hafen aus startet auch Deutschlands älteste Schmalspurbahn, das Bockerl“, über eine Streckenlänge von heute 1,8 Kilometern, die den See mit dem Bahnhof verbindet.

Karte von der Insel Herrenchiemsee
Auf Herrenchiemsee gibt es nicht nur das Schloss, sondern auch drei tolle Wanderwege durch die Natur und versteckt gelegene Badebuchten.

Mit ihr sollte ab 1887 der Besucheransturm bewältigt werden, der nach der Öffnung des Schlosses Herrenchiemsee entstanden war – es entstand das erste dokumentierte Verkehrschaos in Prien, da die zahlreichen Touristen irgendwie vom Bahnhof zum Hafen transportiert werden mussten. Die Chiemsee-Bahn verkehrt während des Sommerfahrplans der Schifffahrt, also von zirka Mitte Mai bis Mitte September.

Übrigens: Der Chiemsee mit seinen drei Inseln liegt zwischen den Landkreisen Traunstein und Rosenheim. Während die gesamte Wasserfläche zum Landkreis Traunstein gehört, sind die Inseln Teile des Landkreises Rosenheim und in der Gemeinde Chiemsee unter einem ehrenamtlichen Bürgermeister vereint. Neben Herrenchiemsee und Fraueninsel gibt es noch die unbekanntere Krautinsel, die unbewohnt ist und mit ihren gerade einmal 3,5 Hektar Fläche als Weidegrund für Schafe dient und von den Vögeln des Chiemsees als Brut- und Rastplatz geschätzt wird.

Der Ort selbst, der 1158 als Handels- und Verwaltungsort gegründet worden war, hat sich seit dem Ausbau der Bahnlinie München-Salzburg Ende des 19. Jahrhunderts als beliebtes Reiseziel etabliert und ist für seine Größe dank aktiver Community-Mitglieder relativ üppig mit Dosen ausgestattet. Wer Prien besser kennenlernen möchte hat dazu bei den Multis „Prien“ (Multi, GC51VPA) und „Bildersuche – Prien am Chiemsee“ (Multi, GC5JR77) besonders gut die Gelegenheit.

Herrenchiemsee

Das Schloss Herrenchiemsee auf der gleichnamigen und größten Chiemseeinsel ist weltweit bekannt. Erbaut von König Ludwig II., beherbergt es die Prunkräume des Märchenkönigs wie den legendären Spiegelsaal – die beliebteste Sehenswürdigkeit des Chiemgaus.

Parkanlage Schloss Herrenchiemsee
Ein Hauch von Versaille am Chiemsee: Das Schloss von Märchenkönig Ludwig II. lockt jedes Jahr zahllose Besucher in den niemals fertig gestellten Bau.

In enger Anlehnung an Versailles entworfen, ist es von einem weitläufigen Park mit Brunnen- und Gartenanlagen umgeben, die auch ohne Besuch des Schlosses zum Spazieren und mit ihren beeindruckenden Wasserspielen im Sommer zum Verweilen einladen. Das Schloss wurde zu Lebzeiten des Königs und bis heute nicht fertiggestellt und Ludwig, der äußerst menschenscheu war, hätte wohl nie gedacht, dass einmal jährlich hunderttausende von Besuchern durch seine Räume strömen würden.

Statt durch Festsäle und edle Schlafgemache zu wandeln, gibt es aber auch tolle Wandertouren in die ursprüngliche Natur mit alten Buchen- und Tannenwäldern, entlang des Ufers mit See- und Bergblick sowie zu versteckten Picknick- und Badeplätzen – und natürlich auch zu einigen Caches, die auf der Insel zu finden sind.

Etwa sechs Kilometer muss man bei der Runde „Schloss Herrenchiemsee“ (Multi, GC1QTDV) absolvieren, die einen vorbei am Schloss auch zu unbekannteren Plätzen, mitten in der Natur, wie Ottos Ruh führt. Ganz im Norden der Insel findet man die „Seekapelle zum hl. Kreuz“ (Tradi, GC4PH0W) und ihren gleichnamigen Tradi.

Gärten von Schloss Herrenchiemsee
Nicht nur im Inneren ein Prunkstück: Die Gärten von Schloss Herrenchiemsee sind wunderschön und bieten beeindruckende Wasserspiele.

Hier gibt es tolle Picknick- und Badeplätze, die man auf jeden Fall einmal testen sollte. Ein besonderes Highlight – allerdings im Sommer nur für diejenigen die im Boot unterwegs sind – wartet im Westen der Insel mit dem D4/T4-Tradi „Der Dom zu Herrenchiemsee“ (Tradi, GC3N8XJ). „Der Cache führt Euch an die wenig bekannten Reste der beiden Türme und des Chores des alten Domes zu Herrenchiemsee, der zwischen 1818 und 1820 abgebrochen wurde“, heißt es in der Cachebeschreibung.

Diese wurden dann zum Schutz der Uferlinie und des ehemaligen Dampfersteges, der sich hier befunden hat, im Chiemsee versenkt und beherbergen heute die Dose. Je nach Wasserstand kann man sogar auf den Säulen stehen. Ähnlich wie beim Tradi „Die Untiefe“ (Tradi, GC312VN), der vor dem Südwestzipfel der Insel an einer Warnbarke im Wasser liegt, kann man die Dosen nur von der Seeseite aus bergen, da sich am Ufer streng bewachtes Naturschutzgebiet befindet.

Schloss Herrenchiemsee, das darin beherbergte König Ludwig Museum sowie das Museum im ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift, welches auch Altes Schloss genannt wird, können ganzjährig besichtigt werden. Dort fand 1948 übrigens der Verfassungskonvent zur Ausarbeitung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland statt.

Fraueninsel

Die Fraueninsel ist mit ihren 13,5 Hektar erheblich kleiner als die Herreninsel , wird aber ganzjährig von etwa 300 Menschen bewohnt, deren Familien oft schon seit Jahrhunderten auf der Insel leben. Sie leben heute vor allem vom Tourismus, während in vergangenen Jahrhundert die Fischerei ihre Haupteinnahmequelle gewesen ist.

Blick auf Fraueninsel
Egal wie – mehr als eine halbe Stunde braucht man nicht, um die Fraueninsel zu umrunden. Hier lässt es sich hervorragend verweilen. Im Klosterladen gibt es Leckereien und Souvenirs, daneben werden in den Biergärten Fischspezialitäten serviert.

Auch heute noch werden ihre Fischspezialitäten in den Biergärten der idyllischen Insel angeboten. Beneditktinerinnen bewirtschaften das einst namensgebende Frauenkloster seit dem 6. Jahrhundert. Der freistehende Glockenturm des 1.200 Jahre alten Münsters ist eines der Wahrzeichen im Chiemgau. Die Torhalle des Klosters geht auf die Karolingerzeit zurück und ist eine der ältesten Hochbauten Süddeutschlands.

Auch sie leben heute natürlich hauptsächlich von den Touristen und bieten entsprechende Leckereien und Souvenirs in ihrem Klosterladen an. Den kann man auch beim Multi „Fraueninsel“ (Multi, GC1FHX2) besuchen, der einen rund um die Insel führt, die im Sommer besonders durch ihre farbenfroh blühenden Gärten beeindruckt.

Dabei kommt man auch beim Tradi „Im Fuße des Baumes“ (Tradi, GC5YD8J) vorbei. Auch als Insel der Maler bezeichnet, ist die Insel mit ihren ungefähr 300 Bewohnern eine kleine Künstlerkolonie, die ein sehr lebendiges Kunsthandwerk aufrechterhält. In ungefähr 40 Anwesen leben Wirtsleute, Töpfer, Fischer und sogar ein Brauer auf der Insel. Die Bewohner zeigen das lokale Kunsthandwerk auf dem traditionellen Christkindlmarkt.

Chieming und weitere Badefreuden

Der See mit dem imposanten Panorama der Chiemgauer Berge – ein Landstrich, wie aus dem Bilderbuch findet man in Chieming am Ostufer. Hier reihen sich Badestrände an Campingplätze und wieder an weitere Badebuchten.

Gleich am Ortseingang begrüßt einen der Pfeffersee mit dem Cache „Todeisloch Pfeffersee“ (Earth, GC27557), bei dem man einiges über den schon erwähnten Inn-Chiemsee-Gletscher lernen kann. Trotz der Beliebtheit Chiemings bei seinen Urlaubern konnte sich der Erholungsort seinen dörflichen Charakter erhalten.

Familei mit zwei Kindern läuft ins Wasser
Der Chiemsee ist auch im Winter ein tolles Ziel, berühmt ist er natürlich für seine zahllosen Badestrände, die Spaß am und im Wasser versprechen.

Die Infrastruktur ist in Chieming für jeden Urlaubertyp perfekt: Ob Spielgelegenheiten, kleine Biergärten, Bootsverleih, Dampfersteg für Ausflüge oder durchorganisiertes Strandbad – für jedes Bedürfnis ist hier gesorgt.

Den örtlichen Badegelegenheiten sind natürlich auch einige Dosen gewidmet wie „Freiluft Sonnenstudio“ (Tradi, GC37ZR2), den man kaum schöner beschreiben kann als der Owner selbst und bei dem man sich durchaus auch mal nasse Füße holen kann. „Dieser Strand ist traditionell die Sonnenbank der alteingesessenen Chieminger. Warum wohl? Nun, weil es Parkplätze in der Nähe gibt, ebenso ist für den kleinen Hunger und Durst gesorgt – und der Strand ist kostenlos.

Im Sommer wird der feine Sand aus dem benachbarten Strandbad herübergespült – so kommt nach ein paar Metern Steinen ein bisschen Karibikfeeling auf.“ Wir haben ihn getestet – hier kann man sich wirklich wohl fühlen, wenn man nicht gerade die überall abgestellten Sonnenschirmständer der Einheimischen benutzt oder die Badeschuhe vergisst.

Panorama zum Niederknien, blaues Wasser, bayerischer Himmel und im Hintergrund die Bergwelt
Ein Panorama zum Niederknien: Blaues Wasser, bayerischer Himmel und im Hintergrund die Bergwelt.

Da stürmische Szenen durchaus zum Chiemsee gehören und man aus diesem Grund sich immer nach den mehrfach am Ufer befindlichen Warnleuchten richten sollte, wenn man eine Aktivität am Wasser plant, gibt es natürlich auch zahlreiche Caches, die den Wasserwachten gewidmet sind, wie der „Water Rescue Station“ (Tradi, GC4M8T1) in Chieming und ihrer Geschichte, aber auch „Baywatch Übersee“ (Multi, GC1XHEA) im südöstlichen Badestrandgebiet des Sees. Übrigens einem Bereich mit den schönsten Sonnenuntergängen. In coolen Strandbars, in denen man auch tagsüber Lounges zum Liegen mieten kann, werden hier abends bei guter Musik laue Sommernächte gefeiert.

Parkbank am Chiemsee mit Frau und Kinderwagen
Rund um den See haben Bewohner und Naturschutz zahlreiche Wege
direkt am Wasser erhalten, deren Parkbänke Passanten zum Verweilen einladen.

Vor allem findet man in Übersee aber viel Natur, da am Südufer die Autobahn das Ufer vom Hinterland trennt. So konnte die dortige Moorlandschaft am Stück erhalten werden. Die Tiroler Ache ist sogar als Naturschutzgebiet ausgeschrieben. Im Naturpavillon Übersee (www.naturpavillon.de) können spannende naturkundliche Wanderungen auch für Kinder gebucht werden.

Auf der großen Liegewiese an der Achemündung findet übrigens jedes Jahr auch das berühmte Chiemsee Summer Musikfestival statt (www.chiemsee-summer.de). Zurück von Chieming nach Prien sollte man, wenn man es nicht eilig hat, die Route entlang des Nordufers wählen, da man hier noch einige weitere schöne Ferienorte, Strände und natürlich Caches zu sehen und zu erleben bekommt.

Boote im Hafen am Chiemsee
Boote gehören zum Bild des Chiemsees wie die Ausflugsschiffe. In Seebruck ist der größte Yachthafen Bayerns.

Ein paar Meter weg vom Wasser, aber absolut lohnenswert, ist zum Beispiel „Alles im Eimer?!“ (Tradi, GC5BZXD). Eine schöne Spielerei, bei der man mit etwas Geschick eine kniffelige Aufgabe absolvieren muss, die schnell in einiges Rumsuchen nach den benötigten Utensilien ausarten kann.

Und Achtung: Der Wald ist absolutes Zeckenbrutgebiet. Unbedingt hinterher absuchen, ob sich ein kleiner Beißer zu Euch verirrt hat. Weiter entlang des Nordufers wartet mit Seebruck zum Beispiel einer der größten Yachthäfen Bayerns mit zirka 500 Liegeplätzen auf. Und er ist auf jeden Fall mindestens einen Fotostopp wert. Wenn man dabei noch die Dose „Seebrucker Segelhafen“ (PM only, Tradi, GC56J6X) suchen kann, umso besser.

Die Gegend gehört außerdem zu den besterforschten Römerorten des Freistaates. Neben dem Museum Bedaium (www.roemermuseumbedaium/byseum.de) kann man sich über die Geschichte am 25 Kilometer langen Archäologischen Rundweg informieren.

Karte vom Chiemsee
Zahlreiche Ferienorte rund um den See laden mit ihren Sehenswürdigkeiten zu einem Besuch ein. Sie sind meist auch per Schiff zu erreichen – so kann das Auto auch mal stehen bleiben.

„Touchdown für Rom“ (Multi, GC5Z9QN) führt einen mit einem leichten Kurzmulti zum Nachbau einer römischen Fernstraße. In der Gegend um Gstadt, von wo aus man mit den Chiemseedampfern am schnellsten die Fraueninsel erreicht, sollte man nicht vergessen dem „Garten des Friedens“ (Tradi, GC21QRN) einen Besuch abzustatten.

Nehmt Euch Zeit an diesem kuriosen Platz all die kleinen Besonderheiten zu entdecken, die die Künstlerin Nicky Sitaram Sabnis hier geschaffen hat. Einen tollen Seeblick gibt es hier als Bonus oben drauf.

Wichtige Kontakte rund um den Chiemsee

Chiemsee-Alpenland Tourismus, Felden 10 • 83233 Bernau am Chiemsee
Telefon +49 (0)8051 96555-0
Telefax +49 (0)8051 96555-30
E-Mail: info@chiemsee-alpenland.de

www.chiemsee-alpenland.de
Chiemsee-Schifffahrt Ludwig Feßler, Seestraße 108 • 83209 Prien am Chiemsee
Telefon: 08051 / 60 9- 0
Telefax: 08051 / 62 943
www.chiemsee-schifffahrt.de

Fazit: Ein tolles Ziel für das ganze Jahr

Das ganze Jahr über genießen Aktivurlauber im Chiemsee-Alpenland eine Vielfalt an abwechslungsreichen Sportaktivitäten in der Natur. Neben all den Wasseraktivitäten, die im Sommer an den Chiemsee einladen, gibt es die vier Skigebiete – das Hocheck mit Deutschlands längster Flutlichtpiste, der Wendelstein mit sportlichen Abfahrten in hochalpiner Landschaft, das Kampenwand-Skigebiet mit reinem Naturschnee sowie das weitläufige Skigebiet Sudelfeld – sie sorgen für Wintersportvergnügen.

Blick auf Fraueninsel am Chiemsee mit Bergen im Hintergrund
Auch in der Adventszeit ein lohnenswertes Ziel: Der Chiemsee und die Fraueninsel mit ihrem traditionellen Weihnachtsmarkt.

Gepflegte Winterwanderwege und gespurte Loipen durchziehen die Seen- und Berglandschaft der oberbayerischen Region Chiemsee-Alpenland. Schneeschuh-Touren, Rodeln, Winter-Canyoning oder Pferdeschlittenfahrten bieten Abwechslung abseits der Piste.

Der Chiemsee und sein Umland lädt Besucher also das ganze Jahr über ein. Zumal es hier natürlich noch viel mehr Caches gibt, als wir Euch in dieser Geschichte haben vorstellen können.

Ein Besuch lohnt also allemal, egal ob Ihr in den Spuren des Märchenkönigs wandeln, Euch die Sonne auf den Bauch scheinen lassen oder in den kommenden Monaten den Anblick des zugefrorenen Sees und der verschneiten Berge genießen wollt.

Verschneiter Steg Chiemsee

Cacheempfehlungen rund um den Chiemsee

Die Verlandung des Chiemsees
Silberreiher (Tradi, GC1958G)
Verlandung des Chiemsees (Earth, GC2JNMT)
Prienmündung in der Schafwaschener Bucht (Earth, GC258H8)
Steinlehrpfad Rimsting (Earth, GC258FT)
Bonus – Steinlehrpfad Rimsting (Mystery, GC258GF)
BRückenschmerzen (PM only, Tradi, GC3CX12)
Lumbricus‘s Letterbox – Rimsting (PM only, Letterbox, GC53G45)
Schafwaschener Dampfersteg (PM only, Tradi, GC2DW0M)
Tree Art – Prien (PM only, Tradi, GC367P0)
Blick auf die Schafwaschnerbucht und die Berge (Tradi, GC317NZ)
TB Hotel Toni (Tradi, GC54M2G)

Prien – Ausgangspunkt zu den Chiemseeinseln
Chiemgau Ahoi! (Tradi, GC3T05A)
Prien (Multi, GC51VPA)
Bildersuche – Prien am Chiemsee (Multi, GC5JR77)

Herrenchiemsee
Schloss Herrenchiemsee (Multi, GC1QTDV)
Seekapelle zum hl. Kreuz (Tradi, GC4PH0W)
Der Dom zu Herrenchiemsee (Tradi, GC3N8XJ)
Die Untiefe (Tradi, GC312VN)

Fraueninsel
Fraueninsel (Multi, GC1FHX2)
Im Fuße des Baumes (Tradi, GC5YD8J)
Chieming und weitere Badefreuden
Todeisloch Pfeffersee (Earth, GC27557)
Freiluft Sonnenstudio (Tradi, GC37ZR2)
Water Rescue Station (Tradi, GC4M8T1)
Baywatch Übersee (Multi, GC1XHEA)
Kasten: Geheimes Gewölbe (Lost Place) (Tradi, GC251K6)
Alles im Eimer?! (Tradi, GC5BZXD)
Seebrucker Segelhafen (PM only, Tradi, GC56J6X)
Touchdown für Rom (Multi, GC5Z9QN)
Für den Frieden (Tradi, GC21QRN)

Geocaching Magazin 01/2016

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Themen u. a.: USA – cachen zwischen Seattle und Denver *** Auf Dosensuche am Chiemsee *** Wer ist Walther? *** Alles über Kletter-Seile *** GSAK Teil 3 *** Lost Place: Der Manager *** Geocachen in Rheinhessen Ausgabe Januar/Februar 2016, Erscheinungstermin 22. Dezember 2015 inkl. kostenlosem Versand innerhalb Deutschlands